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Wir feiern die 10. Kinderspielstadt und wie der Name schon sagt, stehen von Beginn an die Kinder im Vordergrund. Rund 200 Kinder haben die Möglichkeit in einer "Stadt" die Welt der Großen selbst zu erleben. Die Kinder üben verschiedene Berufe und Tätigkeiten aus, die ihnen im Alltag ständig begegnen. Die in den Arbeitsstellen hergestellten Produkte und angebotenen Dienstleistungen werden für das Zusammenleben in der „Stadt“ gebraucht und müssen mit dem selbst erarbeiteten Geld, wie im richtigen Leben, bezahlt werden. Während der Spielstadt werden die Kinder durch etwa 130 ehrenamtliche „Arbeitsstellen-Betreuer*innen“ unterstützt. Ansonsten bleiben ehrenamtliche Erwachsene und Jugendliche während des Spielstadtgeschehens außen vor. 
 In diesem Jahr findet die Spielstadt unter dem inklusiven Motto „Los Ämmerles bewegt“ für alle Kinder aus der Gemeinde Ammerbuch im Alter von sechs bis 13 Jahren statt. 
 Ziel ist es, dass die Kinder ganzheitliche Erfahrungen in allen alltäglichen Lebensbereichen sowie den gesellschaftlichen Prozessen im Alltag machen, die zu einem Stadtleben gehören. Dazu lernen sie Berufe kennen und „regieren“ ihre Stadt, d.h. sie übernehmen Verantwortung und üben soziales Miteinander. Weiterhin bekommen sie Stadtregeln, sei es in Bezug auf Arbeit, Verhalten im Straßenverkehr oder Mülltrennung, vermittelt. In den Handlungsräumen lernen Kinder entsprechend ihrem Entwicklungsstand selbst zu bestimmen, was sie gerne tun und in welche Rolle sie schlüpfen möchten. Dabei sind keine Grenzen gesetzt, sondern auch die Chancengleichheit der Geschlechter bei der Berufswahl garantiert. Die jungen Bürger*innen werden in ihren Interessen und Bedürfnissen ernst genommen, ihnen wird im Spielstadtkonzept vieles zugetraut und sie können Ideen sowie Talente entwickeln und verwirklichen. Es werden Bildungsprozesse initiiert, Selbstwirksamkeitserfahrungen gemacht und ihre Fähigkeit zur Selbstbildung unterstützt. Durch Erfolgserlebnisse im Team der Arbeitsbereiche wird nicht nur ihr Selbstwertgefühl, sondern auch ihr Sozialverhalten gestärkt. Kinder lernen im Miteinander, wie wichtig Normen und Regeln und ihre Veränderbarkeit für ein gelingendes Zusammenleben sind. Die Integration in wechselnden Gruppen und das ständige neue Kennenlernen anderer Kinder erfordern von den Kindern angemessene Formen des sozialen Umgangs miteinander, die Fähigkeit zur Kommunikation und Offenheit, das Entwickeln von Gemeinschaftsbewusstsein und die Bereitschaft zur Konfliktlösung. 
Zuletzt deckt die Teilnahme einen Teil ihrer freien Zeit in der Sommerpause sinnvoll ab. 
Damit die Kinder ihre "Berufe und Tätigkeiten in ihrer Stadt" ausüben können, müssen für die Arbeitsstellen Materialien (z.B. Holz für die Schreinerei, Werkzeug für den Bauhof und Kosmetik für den Beautyshop) angeschafft werden.
Interesse geweckt? Mehr unter: www.los-aemmerles.de


Projektort: Ammerbuch, Deutschland

Ansprechpartner:

Tübinger Verein für Sozialtherapie

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